Reiseerinnerungen #1

Burma, 28.08.2009

Namaste, Sawadeekap, Minglaba aka Servus,

Bin seit 19. August nicht mehr in Indien. Habe 4 Tage in Bangkok verbracht um das Visum für Myanmar/Burma zu besorgen – erfolgreich wie man gleich bemerken wird.

Sitze nun in einem legitimen Rock für Männer (Longyi) sehr übernachtig (15 Stunden Nachtbus) mitten in Myanmar in einer Stadt namens Bagan.  Hier habe ich heute morgen auf der „Tempelebene von Bagan“ einen magischen Sonnenaufgang über  ca. 20.000 kleineren und größeren Pagoden erlebt. Eine perfektes Zusammenspiel von Schönheit, Magie und Natur. Wahrlich ein unbeschreibliches Erlebnis, das ich zusammen mit Andi, Illi und Lara erleben durfte.

Was sonst so geht?
Haben vorgestern in Yangon/Rangoon ein überraschend gelungenes Geburtstagsfest für Illi geschmissen. Überraschend weil immerhin ist das hier eine Militärdiktatur.
Bereite mich auf weitere 9 Stunden Nachtbus vor. Werde morgen um 3h früh in Mandalay ankommen und auf ein offenes Guesthouse hoffen.
Habe Lungenschmerzen von verdächtigen Zigaretten namens Red Ruby und ziehe dennoch in diesem Moment an einer.
Bin seit der Ankunft in diesem Land eigentlich immer hungrig. Kriege jedoch genug Reis.
Habe allerdings gestern und vorgestern einiges gegessen, wobei ich nie eine Ahnung hatte was es war. Bin anscheinend sehr durchfallresistent.
Trinke aus einer Flasche mit der Aufschrift „Star“ eine Flüssigkeit die Cola sein könnte und 300 Kyat (30 USD Cent) kostet.
Bin besorgt über die möglicherweise zu geringe Summe an US Dollar, die ich mein Eigen nenne, da es hier keine Möglichkeit gibt, an Geld zu kommen. Paradoxerweise kann man an diesem Ort aber für nichts wirklich Geld ausgeben. Das Abendessen für 4 Leute mit local soft drinks kostet meistens so um die 3-4 USD – auf der Straße versteht sich, nicht in einem Restaurant. Diesbezüglich greifen aber hier unsere westlichen Denk-Kategorien nicht.
Bin sehr überrascht über die Qualität des Computers den ich gerade benutze. Jedoch weniger über die Geschwindigkeit der hiesigen Internetverbindung.
Beobachte sehr hübsche und anscheinend immer lächelnde Frauen mit sehr auffallendem gelben Make-up im Gesicht, das sich Tahanaka nennt.
Benutze die Worte „Tschesüpe“ und „Mingalaba“ für Danke und Hallo.
Versuche nach Möglichkeit die Namen „Ang Sung Su Kyi“ und „General Than Shwe“ nicht zu benutzen. Das Wort „Government“ auch nur wenn es sich nicht vermeiden lässt.
Versuche weiters nach Möglichkeit der Regierung nicht mehr Geld als notwendig zukommen zu lassen (private run vs. government run).
Muss nochmal auf den Rock verweisen, den ich und alle anderen Männer hier tragen.
Fliege am 3. September zurück nach Bangkok und finde es sehr schade, dass nicht mehr Zeit für dieses aufregende Land bleibt.
Ziehe schon wieder an einer Red Ruby. Kann es einfach nicht lassen.
Habe nach wie vor kein Rückflugticket nach Europa aber hoffe um den 11. September herum fliegen zu können.

Myanmar ist… unbeschreiblich!

Hoffe es geht allen gut, wo auch immer ihr seid.

Liebe Grüße,
Elle

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