Macho, weiß, von gestern

Lesenswerter Artikel in der “Zeit” vom 15. November 2012

“Das Ende des weißen Mannes. Jahrhundertelang hat er die Welt beherrscht. Vorbei. Mächtig werden jetzt Frauen, Schwarze, Latinos, Aufsteiger in Indien oder China. Der weiße Mann muss sich neu erfinden.”

Macho, weiß, von gestern:
Der weiße Mann “kann sich nicht entscheiden, ob er die Migranten mögen soll, weil sie oft noch so patriarchalisch sind, wie er selbst sein möchte. Oder ob er sie ablehnen soll, weil sie Fremde sind.”

“Tatsächlich stirbt nicht eine Hautfarbe aus und kein Geschlecht ab, sondern ein Habitus, allerdings einer, der jahrtausendealt ist, der hundertfach von einer Generation zur nächsten weitergegeben wurde. Lange war der weiße Mann ganz selbstverständlich das Maß aller Dinge und aller anderen Menschen, er war die Norm. Er bestimmte, was Zivilisation ist, er war Zivilisation in persona und fuhr in die Welt hinaus, um sie den anderen beizubringen. Sein “westlich aufgeklärter” Blick bestimmte, was der “Orient” war, wie Afrika funktionierte oder Asien, wie sich andere weiterzuentwickeln hatten. Er besaß die Macht, die anderen zu definieren, nie war es so, dass die anderen den weißen Mann definierten oder Ansprüche auf die Vorherrschaft in der Welt stellten. Sie verehrten ihn oder rebellierten gegen ihn, doch immer stand er im Zentrum.”

Das Aufbrechen der “hegemonialen Männlichkeit” ist überfällig. Die Geschichte  vom weißen, heterosexuellen, Vollzeit-arbeitenden und damit eine Familie ernährenden Mann ist längst ein Märchen. Und doch definiert diese Vorstellung noch immer “Normalität” Patriarchale Wunschträume sitzen nach wie vor hartnäckig, selbst in der sogenannten Bildungsschicht.

Es ist Zeit, neue Bilder zuzulassen, alte Bilder zu de-konstruieren , Normalitätsdefinitionen zu verwerfen und Pluralität zu leben!

 

 

 

 

 

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