Jedenfalls parteiunabhängig

Warum ich dennoch ein Grün-Aficionado bin?

Zuvorderst, weil sich die grüne Partei als einzige der hiesigen Parteienlandschaft aus einer sozialen Bewegung heraus formiert hat. Der ursprüngliche Anspruch mag mittlerweile realpolitischem Pragmatismus gewichen sein, die Idee der sozialen Bewegung ist jedoch geblieben.
Weil die Grünen als erste Partei umweltpolitische Forderungen vertrat und damit bereits vor 30 Jahren das vorwegnahm, was heute ein Allgemeinplatz ist. Das müssen dann auch die einzigen gewesen sein, die „Die Grenzen des Wachstums“ (1972!!!) auch wirklich gelesen haben.
Weil die Grünen in keinen historischen Kampf verwickelt sind und keine historische Schuld tragen. Weil sie keine Bürgerkriegspartei war und auch kein Sammelbecken ehemaliger Nazis. Im Gegensatz zu den in alten Denkmustern verharrenden Großparteien schon aufgrund ihres Gründungsanspruchs progressiv.
Weil Alexander van der Bellen als einziger Politiker Österreichs authentisch und kompetent wirkt und sich keine Sorgen um sein „Image“ macht, wenn die Presse ihn als kettenrauchend darstellt.
Weil die Vertreter der Grünen nicht so übertrieben geschniegelt auftreten, sondern leger, menschlich.

Grundsätzllich sind mir „Parteien“ jedoch suspekt und ich darf Ilse Aichinger zitieren: „Es gibt in Österreich eine Intelligenz, die, je intelligenter sie ist, desto weniger irgendwelchen Parteien angehört oder nach politischen Spektren festlegbar wäre.“

Letztlich halte ich es  mit Hans Joachim Friedrichs:

“Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.”

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